Happy Valentinstag (-Jammer?) Mein Valentinstag: Liebesinspiration pur

Valentinstag

Wer hat mir diesen Liebesbrief geschrieben? 

Die Karte liegt nun offen in meinen Händen, ich bin tief berührt über die paar wenigen Worte die da auf der linken Kartenseite geschrieben sind. Mein Göttibube hat mir mit wenigen Worten seine Liebe ausgedrückt, ich spüre, dass mir Tränen der Rührung in die Augen schiessen. Mit verschwommenem Blick betrachte ich die rechte Kartenseite und erkenne zuerst gar nicht, dass er da in übergrossen Buchstaben seinen Namen hingeschrieben hat. Ich bin gerührt, dass er mir seine Zeit in Form einer Unterschrift und Zeichnung schenkt.

 

Auch an meiner Küchentüre habe ich heute bereits eine Post-It-Liebesbotschaft entdecken dürfen. In krakeliger Schrift steht da: «Danke für alles Mama». Ich halte inne, will sofort zu meiner Tochter springen und sie umarmen. Ich entscheide mich, diese Botschaft in Stille zu empfangen und in Stille zu beantworten. Ich zeichne auf den Post-It-Zettel ein grosses Lila Herz und weiss die Antwort wird ankommen und mein erhaltenes Glück, wird zurückfliessen.

 

Später werde ich von meinem Partner spontan zum Abendessen ausgeführt, ich glaube nach etlichen Jahren das erste Mal. Wir sitzen uns gegenüber und Valentinstag hin oder her, ich freue mich einfach nur über den gemeinsamen Moment. 

 


Wir unterhalten uns angeregt, erzählen uns gegenseitig über unser Leben, das wir ja eigentlich schon kennen. Ich schätze die Aufmerksamkeit, dass ich gehört und wahrgenommen werde. Und ich erkenne auch neue Schätze in ihm, erfüllt mit Freude, dass er seine Gedanken mit mir teilt und ich ihm zuhören darf.

 

Es ist Valentinstag und wir sind natürlich nicht alleine da. Dass Restaurant mit den asiatischen Gerüchen in der Luft ist gut besetzt. Um uns herum sitzen viele Paare. Ich betrachte die Menschen an den anderen Tischen immer mal wieder ein paar kurze Augenblicke.

In der rechten hinteren Ecke sitzt ein Paar mit doch recht grossem Altersunterschied. Sie küssen sich ab und zu, bekunden sich ihre Liebe mit Worten und Blicken der Zuneigung, händchenhaltend.

 

Links von mir ist ein Tisch mit zwei älteren Paaren. Sie sind sehr fröhlich und unterhalten sich angeregt alle miteinander.

Ich beobachte, wie ein Mann seiner Begleiterin gentlemen-like die Jacke hinhält. Irgendwie berührt mich diese stille Geste der Zuneigung und vor allem, als er ihr auch noch den Kragen zurecht zieht.

 

Rechts neben mir sitzen ein paar im besten Alter. Die Kinder sind wohl auf dem Weg in die Selbständigkeit oder sind bereits aus dem Familiennest ausgeflogen. Die beste Möglichkeit, um die wiedergewonnene, gemeinsame Zeit auszukosten. Die beiden kommunizieren auch immer wieder. Mal mit dem Natel, dann wieder mit dem freundlichen asiatischen Personal. Und schlussendlich unterhalten sie sich auch gemeinsam: «Was meinst Du, wollen wir bezahlen?» «Ja.»

 

Als sie sich erheben, zieht sie ihre Jacke an und ich beobachte eine kurze, unscheinbare Berührung an ihren Hüften.

Ich erkenne meine Chance, sie zu einer gemeinsamen Unterhaltung anzuregen, im Moment, in dem sie genau rechts neben mir stehen.

Ich zu ihm: «Excuse, ihre Frau wollte sie noch etwas fragen?»

Er zu ihr: «Was wolltest Du mich fragen?»

Sie zu ihm: «Ich habe doch gar keine Frage.»

Er zu ihr: «Was wollte die von uns?»

Ja, als sehr witzig haben sie mich wohl nicht empfunden. Aber währenddessen sie gemeinsam das Restaurant verlassen, höre ich immer leiser werdend, dass sie sich unterhalten. Ich schmunzle keck und freue mich, dass sie ein paar Worte wechseln.

 

Welche spontane und anregende Frage würden Sie gerne einmal Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner stellen?

 

«Welche Mahlzeit war die erste die Du mir gekocht hast?»

«Woran würdest Du erkennen, dass ich Lust auf Sex habe, auch wenn ich dies nicht offen ausspreche?»

«Wenn Du eine Reise für eine Person gewonnen hättest, würdest Du diese mit mir oder ohne mich antreten?»

 

Ich wünsche Ihnen viel Kreativität für Ihre Beziehung, beflügelnde Gespräche und Antworten die Sie in Ihrer Beziehung stärken.

Ich wünsche Ihnen kleine und grosse Berührungen und Gesten, mit der sie sich gegenseitig die Liebe bekunden.

356 Tage im Jahr und nicht nur am Valentinstag!

 

 

Und ich freue mich Sie bald in meiner Praxis begrüssen zu dürfen!